Zu meinen Bildern 

Kurzfassung

Pittura filosofica

Diesen Titel wähle ich, weil er am schönsten das bezeichnet, was ich mit meinen Bildern will.

Einerseits soll damit die Zugehörigkeit zur Malerei unterstrichen werden, trotz ihrer Nähe zu physikalischen Themen. Andererseits soll dieser Titel das ankündigen, was in den Bildern Hauptthema ist, nämlich die philosophischen Inspirationen hauptsächlich aus eben den physikalischen Themen.  Denn, im Gegensatz zur Praxis die uns die Sichtweise  der Postmoderne beschert hat, sind meine Bilder thematisch wie bildnerisch gleichwertig. Was immer noch in den Köpfen der Kunstsachverständigen fixiert ist, nämlich die Kunst nur nach Kriterien der Formal-Stilistik und nach derer Umsetzung zu beurteilen, verhindert im Wesentlichen, dass neue Kriterien in die Kunst einfliessen, ja überhaupt diskutiert werden können. Das ist auch ein Hauptgrund, warum meine Bilder bei den entsprechend Kunstgebildeten Widerstand auslösen. Dabei hat die bildende Kunst formal-stilistisch keine Chance mehr, bewusstseinserweiternd auf das Publikum Einfluss zu nehmen, denn in dieser Form gibt es nur noch geistige Details zu entdecken. Wollen wir also mit der Kunst weiterhin am Bewusstseinsprozess teilnehmen, so muss sie weitere Mittel beiziehen. Schon Kandinsky wusste, dass Farbe und Form alleine kein Kunstwerk ergibt. 

   Aus diesen Erkenntnissen heraus verzichte ich bewusst irgendeine formal-stilistische Linie zu vertiefen. Vielmehr benütze ich alle bis jetzt aufgedeckten bildnerischen Aussagen dazu, den richtigen „Stil“ für das von mir gewählte Thema zu verwenden. Der postmodern Gebildetete sollte also darauf verzichten das wesentliche in der Stilistik zu sehen, schon gar nicht solche Vergleiche anzustellen, weil das wesentlich neue an meiner Malerei die Verbindung von Bildnerischem und Poetisch- Litherarischem ist. Es ist aber trotzdem niemandem genommen meine Bilder rein sinnlich zu betrachten. Die obigen Begründungen dienen nur dazu, mein Konzept zu unterstreichen.

Denn für mich ist der Grund, warum ich heute Bilder mit Themen male, die z.T. der Legenden bedürfen,  weil ich festelle, dass sich die Kunst im Kreise dreht und wir da herauskommen müssen, soll sie uns nicht langsam, durch die endlosen Wiederholungen, zum Gähnen bringen.

Trotz heftiger Einwände konservativer Galeristen und anderer Kunstfachleute bin ich davon überzeugt, dass dieTitel und Legenden mit den Bildern eine Einheit darstellen. Beides gehört ganz einfach zum Konzept. Denn ein Argument dafür ist die Tatsache, dass wir mit den heute gängigen Kriterien, die auf das formal–stilistische reduziert sind, bestenfalls noch Unterhaltung bieten können, aber kaum eine, die in künstlerischer Hinsicht allgemein festgefahrenen Ansichten einer Gesellschaft aufbrechende Kunst. Die ist nur noch mit erweiterten Mitteln möglich. Das ist ein Vorschlag zum durchbrechen der Grenzen.

 

Die ausführliche Darlegung dieser These finden Sie im Text:  Grundsätzliches zur Kunst

Roset

 

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